Praxisworkshop Übersetzung in Beratungsgesprächen

Praxisworkshop „Wie lassen sich Sprachbarrieren in der Suchtberatung/ -therapie reduzieren?“ am 27. Juni 2017

Immer häufiger suchen KlientInnen Hilfe in der Suchtberatung, die die deutsche Sprache nicht sprechen oder verstehen. Vor diesem Hintergrund werden seit kurzem sogenannte SprachmittlerInnen zur Unterstützung der Beratungsgespräche eingesetzt. Die Arbeit mit Sprachmittlern im professionellen Beratungskontext ist eine hohe Anforderung an die Fachkräfte und die Hilfesuchenden.

Erste Praxiserfahrungen zeigten, dass sowohl Fachkräfte wie auch die KlientInnen im Umgang mit Sprachmittlern unsicher sind. Unsicherheiten entstehen zum Beispiel im Bereich der Übersetzung: Wird alles richtig oder vollständig übersetzt? Ist die/der SprachmittlerIn mit der Situation überfordert? Fühlen sich KlientInnen mit wenig oder keinen Deutschkenntnissen ggf. nicht verstanden oder willkommen?

Im Rahmen des Workshops haben die Teilnehmenden gemeinsam mit DolmetscherInnen sowie SprachmittlerInnen gemeinsam diskutiert und Vorgehensweisen erarbeitet, zum Beispiel zur Vorbereitung von übersetzungsunterstützten Beratungsgesprächen, Anlegen eines „Glossar“ mit den wichtigsten und gebräuchlichen Begriffen, die in Beratungsgesprächen vorkommen, wie ist die richtige Sitzposition aller Beteiligter und vieles mehr.

Glossar Suchthilfe und Sprachmittlung