Alkohol

Der Konsum von Alkohol ist unserer Gesellschaft weit verbreitet. Das aktuelle Einstiegsalter in den Alkoholkonsum liegt in Hamburg bei 13,9 Jahren. Während sich das Einstiegsalter in den letzten 10 Jahren um fast ein Jahr verzögert hat, bleibt der Konsum von alkoholischen Getränken in der Erwachsenenbevölkerung auf einem hohen, häufig die Gesundheit schädigendem Niveau. Fast 15 Prozent, also ca. 7,4 Mio. Menschen in Deutschland, riskieren mit dem Ausmaß ihres Alkoholkonsums gesundheitliche Folgen. Für Hamburg ist davon auszugehen, dass ca. 235.000 Personen einen problematischen Umgang mit Alkohol haben.

Zur Reduktion eines die Gesundheit schädigenden Alkoholkonsums werden in Hamburg unterschiedliche regionale und übergreifende Maßnahmen umgesetzt:

Mobil? Aber sicher! ist ein Suchtpräventionsprojekt, in dessen Rahmen geschulte Peers (gleichaltrige Gleichgesinnte) in Fahrschulen mit Jugendlichen aufklärende Gespräche über Wirkungen, Motive und Folgen des Alkohol- und Drogenkonsums sowie über seine Unvereinbarkeit mit einer aktiven Teilnahme am Straßenverkehr führen.

Mit Rauschbarometer steht ein Internetangebot zur Verfügung, das Hilfesuchenden Unterstützung rund um die Themen Alkohol, Tabak, Drogen und Sucht leistet. Neben einem anonymen Alkoholselbsttest können dort Beratungsstellen oder auch Selbsthilfeangebote identifiziert werden.

Trinkkompass wurde entwickelt um Menschen zu unterstützen, den eigenen Alkoholkonsum einzuschränken oder ganz auf Alkohol zu verzichten.

Weitere Hamburg spezifische Aktivitäten zur Alkoholprävention werden beispielsweise vom SuchtPräventionszentrum für den Bereich Schule, der Beratungsstelle Kö*Schanze (ehemals Kö16a) oder dem Deutschen Zentrum für Suchtfragen im Kindes- und Jugendalter (DZSKJ) umgesetzt.

Ausführliche Informationen rund um das Thema Alkoholkonsum erhalten Sie beispielsweise im Internet für

Fachkräfte

Erwachsene

Ältere Menschen

Jugendliche und junge Erwachsene

12- bis 16-Jährige

und in unserem Materialshop

Cannabis

Cannabis ist die in Deutschland am häufigsten konsumierte illegale Droge. Nahezu jeder vierte Erwachsene hat in seinem Leben mindestens einmal Cannabis konsumiert, jedoch nur jede bzw. jeder 20. Erwachsene in den letzten zwölf Monaten. Unter den Jugendlichen hat ebenfalls jeder Vierte in seinem Leben schon einmal Cannabis konsumiert, etwa jeder Zehnte in den letzten zwölf Monaten.

Die meisten dieser Konsumentinnen und Konsumenten sind so genannte Probierkonsumenten, d.h. sie hören recht schnell wieder mit dem Konsum auf, oder konsumieren eher selten. Nur ein kleiner Teil konsumiert regelmäßig Cannabis. Häufiger Konsum von Cannabis führt langfristig zu Störungen der Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit und kann sich zu einer Abhängigkeit entwickeln. Etwa jeder zehnte Cannabiskonsument entwickelt einen missbräuchlichen oder abhängigen Konsum.

Mit ↗BLEIB STARK! wurde im Jahr 2014 ein Angebot zur Prävention von Cannabiskonsum bei Hamburger Jugendlichen entwickelt. Dort stehen umfangreiche Informationen und weiterführende Hilfeangebote für Jugendliche und Eltern sowie Materialien für Fachkräfte zur Verfügung.

Mobil? Aber sicher! ist ein Suchtpräventionsprojekt, in dessen Rahmen geschulte Peers (gleichaltrige Gleichgesinnte) in Fahrschulen mit Jugendlichen aufklärende Gespräche über Wirkungen, Motive und Folgen des Cannabiskonsums sowie über seine Unvereinbarkeit mit einer aktiven Teilnahme am Straßenverkehr führen.

Weitere Hamburg spezifische Aktivitäten zur Prävention und Intervention bei Cannabiskonsum werden beispielsweise vom ↗SuchtPräventionszentrum für den Bereich Schule, der Beratungsstelle ↗Kö*Schanze (ehemals Kö16a) oder dem ↗Deutschen Zentrum für Suchtfragen im Kindes- und Jugendalter (DZSKJ) umgesetzt.

Ausführliche Informationen rund um das Thema Cannabis erhalten Sie beispielsweise im Internet für

↗Jugendliche und (junge) Erwachsene
↗Onlineausstiegsprogramm Quit the Shit

und in unserem Materialshop

Das Thema Computer- und Internetsucht ist in den letzten Jahren immer mehr ins Blickfeld der Suchtprävention gerückt. Häufig geht es dabei um die Vermittlung eines kompetenten, selbstbestimmten Umgangs mit Medien, der von Kindern, Jugendlichen wie auch Erwachsenen teilweise neu erlernt werden muss.

Deutschlandweit gelten ca. 560.000 Menschen im Alter von 14 bis 64 Jahren als internetabhängig, etwa vier Prozent weisen eine problematische Computerspielnutzung auf. Unter den Hamburger Jugendlichen weisen ca. elf Prozent eine problematische Internetnutzung und ca. 5 Prozent eine problematische Computerspielnutzung auf.

Mit dem Projekt "Netz mit Web-Fehlern?" (unterstützt durch die Techniker Krankenkasse in Hamburg) werden in Hamburg Pädagoginnen und Pädagogen , Eltern und Jugendliche für das Thema "Computer- und Internetsucht" sensibilisiert und Fachkräfte aus der Suchthilfe in die Lage versetzt, die Problematik einzuschätzen und Betroffene ggf. qualifiziert weiter zu vermitteln.

Weitere Hamburg spezifische Aktivitäten zur Prävention von Internet- und Computerspielsucht werden beispielsweise vom ↗SuchtPräventionszentrum für den Bereich Schule oder dem ↗Deutschen Zentrum für Suchtfragen im Kindes- und Jugendalter (DZSKJ) umgesetzt.

Ausführliche Informationen rund um das Thema Internet- und Computerspielsucht erhalten Sie beispielsweise im Internet für

↗Jugendliche
↗Fachkräfte

und in unserem Materialshop

Sonstige Drogen

Unter dem Begriff illegale Drogen werden neben Cannabis meist verschiedene psychotrope Substanzen wie zum Beispiel (Meth-)Amphetamine, LSD, Ecstasy, Kokain und Heroin zusammengefasst. Neu hinzugekommen sind in den letzten Jahren die sogenannten Neuen psychoaktiven Substanzen (auch Research Chemicals oder Legal Highs genannt), die häufig als Badesalze oder Kräutermischungen angeboten werden.

Die Wirkungen dieser Substanzen sind sehr unterschiedlich, sie reichen von stark sedierend über aufputschend bis hin zu halluzinogenen Erlebnissen. Die Risiken, die der Konsum dieser Substanzen birgt, sind meist jedoch sehr hoch. Die Verbreitung dieser Substanzen ist im Vergleich zu Cannabis deutlich seltener. So hat etwa jede 20. Person in Deutschland einmal eine andere illegale Droge außer Cannabis konsumiert, etwa jede 100. in den letzten zwölf Monaten. Bei Jugendlichen sind diese Angaben vergleichbar.

Zur Reduktion eines Konsums illegaler Drogen werden in Hamburg unterschiedliche regionale und übergreifende Maßnahmen umgesetzt:

↗Mobil? Aber sicher! ist ein Suchtpräventionsprojekt, in dessen Rahmen geschulte Peers (gleichaltrige Gleichgesinnte) in Fahrschulen mit Jugendlichen aufklärende Gespräche über Wirkungen, Motive und Folgen des Alkohol- und Drogenkonsums sowie über seine Unvereinbarkeit mit einer aktiven Teilnahme am Straßenverkehr führen.

Weitere Hamburg spezifische Aktivitäten zur Alkoholprävention werden beispielsweise vom ↗SuchtPräventionszentrum für den Bereich Schule, der Beratungsstelle ↗Kö*Schanze (ehemals Kö16a), die Jugendsuchtberatungsstellen oder dem ↗Deutschen Zentrum für Suchtfragen im Kindes- und Jugendalter (DZSKJ) umgesetzt.

Ausführliche Informationen rund um das Thema illegale Drogen und NPS erhalten Sie beispielsweise im Internet für

↗Fachkräfte
↗Erwachsene
↗Jugendliche und junge Erwachsene

und in unserem Materialshop

Nichtrauchen

Der Konsum von Tabakprodukten wie zum Beispiel Zigaretten ist in den letzten Jahren vor allem in der jungen Bevölkerung deutlich zurückgegangen. In der Erwachsenenbevölkerung gelten etwa jeder bzw. jede Dritte als Raucher oder Raucherin. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von zwölf bis 25 Jahren liegt der Anteil der Raucherinnen und Raucher bei knapp 20 Prozent, unter den Hamburger Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren rauchten im Jahr 2015 knapp sieben Prozent regelmäßig Zigaretten.

Eine der Hauptursachen für den erfreulichen Rückgang der Rauchgewohnheiten in den letzten Jahren ist das Nichtraucherschutzgesetz aus dem Jahr 2007, das mit einer Verschärfung des Jugendschutzes, höherer Tabaksteuer und umfassenden Rauchverboten in öffentlichen Räumen, Schulen usw. zu einer Reduktion der Raucherquote und darüber hinaus zu einer Veränderung der gesellschaftlichen Akzeptanz des Rauchens geführt hat. Am 1. April 2016 wurde das Jugendschutzgesetz ergänzt, um Kinder und Jugendliche nun auch vor den Gefahren des Konsums von E-Zigaretten und E-Shishas zu schützen.

Umfassende Informationen zum Thema Nichtrauchen finden Sie auf dem Informationsangebot der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz unter www.hamburg.de/nichtrauchen/

Regionale Maßnahmen zur Tabakprävention in Hamburg werden darüber hinaus vom SuchtPräventionszentrum für den Bereich Schule oder dem Deutschen Zentrum für Suchtfragen im Kindes- und Jugendalter (DZSKJ) umgesetzt.

Ausführliche Informationen rund um das Thema Nichtrauchen erhalten Sie beispielsweise im Internet für

Jugendliche
Erwachsene
Ältere Menschen

Glücksspiel

Glücksspiele sind für die allermeisten Menschen eine spannende Freizeitbeschäftigung. Allerdings kann die Beschäftigung mit Glücksspielen auch in eine Spielsucht entgleiten. Die Übergänge zwischen reinem Vergnügungsspiel und riskantem Glücksspiel sind fließend.

Ca. 1,5% der 16-65 -Jährigen in Deutschland haben ein problematisches oder pathologisches, also eindeutig kritisches Glücksspielverhalten. Hinzu kommt ein Bevölkerungsanteil von ca. 4% mit einem auffälligen Spielverhalten.

Für Hamburg wird die Zahl der Menschen mit einem problematischen oder pathologischen Spielverhalten auf etwa 12.000 geschätzt. Männer zeigen dabei fast doppelt so häufig Anzeichen für ein problematisches oder pathologisches Spielen als Frauen. Ebenfalls gibt es einen erhöhten Prozentsatz von problematisch bzw. pathologisch Spielenden bei Männern bis 25 Jahren. Mit ↗Automatisch Verloren! steht für Hamburgerinnen und Hamburger sowie für Fachkräfte in Hamburg ein umfassendes Informationsportal rund um das Thema Glücksspielsucht zur Verfügung. Die Helpline Glücksspielsucht steht darüber hinaus allen Hilfesuchenden montags bis donnerstags 10-18 Uhr und freitags 10-15 Uhr (zum Ortstarif aus dem deutschen Festnetz) unter T 040 / 23 93 44 44 zur Verfügung.

Weitere Hamburg spezifische Aktivitäten zur Glücksspielsuchtprävention werden beispielsweise vom ↗SuchtPräventionsZentrum für den Bereich Schule umgesetzt.

Weitere Informationen zu Glücksspielsucht finden Sie im Internet zum Beispiel für

↗Fachkräfte
↗Erwachsene

und in unserem Materialshop

Medikamente

Medikamente sind Arzneimittel, die zur Heilung oder Linderung von Krankheiten dienen. Bei einigen Medikamenten kann es bei längerem oder unsachgemäßen Gebrauchs zu einer Abhängigkeitsentwicklung kommen. Aktuell wird bundesweit von ca. 1,5 Mio. Medikamentenabhängigen Menschen in Deutschland ausgegangen. Unter Hamburger Jugendlichen ist vor allem die Einnahme von Scherzmitteln weit verbreitet. Laut der aktuellen SCHULBUS-Studie geben nahezu die Hälfte der Jugendlichen an, in den letzten 30 Tagen ein Schmerzmittel eingenommen zu haben. Dabei überwiegt der Anteil der Mädchen deutlich dem der Jungen.

In Hamburg finden Sie unter anderem Hilfe bei der Patientenberatung der Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung, die unter der Rufnummer (040) 20 22 99 222 zu erreichen ist. Die Auskunft der Patientenberatung ist kostenfrei. Weitere Infos unter www.patientenberatung-hamburg.de

Ausführliche Informationen rund um das Thema Prävention von Medikamentenabhängigkeit erhalten Sie beispielsweise im Internet für

↗Fachkräfte
↗Erwachsene
↗Ältere Menschen

Essstörungen

Eine Vielzahl von Personen in unserer Bevölkerung hat ein auffälliges Essverhalten oder eine gestörte Körperwahrnehmung. Dies ist nicht immer gleichbedeutend mit einer Essstörung, jedoch sind Magersucht, Bulimie oder das sogenannte Binge-Eating sehr ernstzunehmende Erkrankungen. Etwa ein Prozent der Erwachsenen in Deutschland weisen eine diagnostizierte Essstörung auf. Bei Kindern und Jugendlichen geht man derzeit von 2,4 Prozent Mädchen und 0,9 Prozent Jungen mit einer Essstörung aus (Quelle: http://www.bzga-essstoerungen.de/index.php?id=44, Zugriff am 11.08.2016).

In Hamburg werden Maßnahmen zur Prävention von Essstörungen unter anderem vom ↗SuchtPräventionszentrum für den Bereich Schule sowie der Beratungsstelle ↗Kajal umgesetzt.

Ausführliche Informationen rund um das Thema Essstörungen finden Sie im Internet für

↗Erwachsene
↗Fachkräfte