Kulturelle Vielfalt und Suchtprävention
Hamburger Bevölkerung
Laut Statistikamt Nord leben in Hamburg 487.000 (28%) Menschen mit Migrationshintergrund (Stand:08/2010).
Fragen der Integration stellen sich dementsprechend für die Suchtprävention und Suchthilfe. Schließlich ist anzunehmen, dass über die allgemein anerkannten Risikofaktoren hinaus Migration, Anpassungsprozesse und problematischere Perspektiven die Suchtgefahren verstärken. Zahlenmaterial, das die Relevanz verdeutlichen würde, ist kaum vorhanden. Besonders AussiedlerInnen fallen statistisch als MigrantInnen nicht auf, da sie die deutsche Staatsangehörigkeit haben.
Interkulturelle Kompetenz
Kontinuierliche Angebote sind rar, interkulturelle Kompetenzen, Maßnahmen oder Personalstellen kaum vorhanden. Über mögliche Interventionsstrategien ist wenig bekannt. Sprachliche Hürden verhindern einen intensiveren Kontakt. Skepsis auf Seiten der MigrantInnen gegenüber öffentlichen Angeboten ist feststellbar. Es ist daher davon auszugehen, dass in den Familien und Nachbarschaften die suchtbezogenen Probleme ausgehalten werden oder auch ungelöst bleiben und dadurch neue Schwierigkeiten hervorrufen.
Integration
Um den Integrationsprozess durch die Bekämpfung von Suchtproblemen zu verbessern, müssen die Angebote der Suchtprävention und Suchthilfe entsprechend erweitert und MigrantInnen mit diesen vertraut gemacht werden. Der Arbeitskreis Migration und Suchtprävention hat sich dies zur Aufgabe gemacht und schlägt verschiedene Wege vor:
* Interkulturelle Öffnung der Einrichtungen und Angebote
* Stärkung von Selbsthilfegruppen unter MigrantInnen
* Kulturelle Informationsveranstaltungen
* Aus- und Fortbildung von "Keypersons"
(lesen Sie mehr hierzu unter dem Projekt Herkunft-Ankunft-Zukunft)
