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Suchtprävention mit Kindern und Familien

Ja zum Leben mit seinen Höhen und Tiefen - dies ist für mich persönlich das treffendste Motto für suchtvorbeugendes Handeln, entwickelt im Rahmen unserer ersten Kampagne Wir! Handeln bevor Sucht entsteht. Wann, wenn nicht im Kindesalter, bietet sich die Gelegenheit, eine positive, zuversichtliche Haltung dem Leben gegenüber zu entwickeln - eine Haltung, die eine starke Grundlage für einen suchtfreies Leben bieten kann. Was sich im familiären Rahmen im täglichen Miteinander zwischen Erwachsenen und Kindern entwickelt und abspielt, ist der Stoff, aus dem Suchtvorbeugung besteht.

Wie große und kleine Aufgaben des Alltags miteinander angepackt und im Balanceakt zwischen Unter- und Überforderung gelöst werden, bietet Kindern - und Erwachsenen - Vorbild, Erfahrungs- und Erlebnisraum. Wechsel zwischen Hochs und Tiefs, oft genug auf engstem Raum, gehören zu den Belastungen bzw. Chancen familiären Zusammenlebens - in welcher Form auch immer dies stattfindet.

Das Ziel ist es, Kindern Orientierung zu geben, sowohl in Bezug auf die Entwicklung von Lebenskompetenzen als auch in Hinsicht auf die Entstehung von Kosummustern und Eltern, andere Angehörige und Fachkräfte bei dieser Aufgabe zu unterstützen.

 

Projekte und Aktivitäten

Im Kern der universellen Prävention im Kindesalter steht das vom Augsburger beta-Institut entwickelte Projekt Papilio – Sucht- und Gewaltprävention im Kindergarten, dessen Aufbau in Hamburg seit 2006 in enger Zusammenarbeit mit den KooperationspartnerInnen koordiniert wird.

Familien mit Suchtproblemen spielen in der Prävention eine ganz besondere Rolle, denn ihr Alltag ist von den durch süchtige Verhaltensweisen hervorgebrachten leidvollen Erfahrungen geprägt. Das Risiko einer eigenen Suchterkrankung ist für diese Kinder um ein Vielfaches erhöht. Die Entwicklungschancen der Kinder können jedoch durch ein hilfreiches Netz im Umfeld ihrer Familie entscheidend verbessert werden. Mit dem Projekt connect sind wir seit 2003 im Kooperationsverbund damit beschäftigt, die Zusammenarbeit von Personen und Institutionen auf regionaler Ebene zu fördern. Hilfe zum frühest möglichen Zeitpunkt – bereits in der Schwangerschaft - ist das Ziel des Projektes Lina – Schwangerschaft Kind Sucht, dessen Koordination 2008 beim Büro für Suchtprävention angesiedelt werden konnte.

In den vergangenen Jahren geriet durch dramatische Fälle der Kindeswohlgefährdung die Zusammenarbeit der Hilfesysteme verstärkt ins Blickfeld von Politik und Verwaltung. Die Kooperation von Suchthilfe mit Jugend- und Sozialarbeit, Schule und Gesundheitsversorgung wurde systematisch gefördert. Die Senatsdrucksachen Drogenfreie Kindheit und Jugend sowie Hamburg stärkt seine Kinder bilden den politischen Hintergrund für diese Entwicklung. Die Projekte Lina und connect verstehen sich als Bestandteil der Umsetzung und Weiterentwicklung dieser auf frühe frühe Förderung ausgerichteten Vernetzungsarbeit.

 

Arbeitskreis Kinder suchtbelasteter Eltern

Ziel des 1991 gegründeten Arbeitskreises ist es, den Blick auf die Kinder in suchtbelasteten Lebensgemeinschaften zu richten. In dem Arbeitskreis treffen sich die Fachkräfte der ambulanten und stationären Suchthilfe, der Prävention, der Jugendhilfe und der Schule. Themen:der Austausch über die Aktivitäten zur Unterstützung der Kinder und ihrer Familien in den verschiedenen Arbeitsfeldern, Information über neue Entwicklungen in Wissenschaft und Praxis. In unregelmäßigem Turnus Duchchführung von Fachtagungen und Fortbildungsveranstaltungen.

 

Ansprechpartnerin

Irene Ehmke

 
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Fortbildungen und Veranstaltungen

Durchführung von Teamberatung, Fortbildungsveranstaltungen und Referaten zu folgenden Themen:
- Suchtvorbeugung mit Kindern und Familien
- Resilienz - Grundlagen und Bedeutung in der Suchtprävention
- Arbeit mit Kindern aus suchtbelasteten Familien
- Arbeit mit suchtbelasteten schwangeren Frauen und Müttern
- Auswirkungen von Suchtmittelkonsum in der Schwangerschaft
- Nutzung des Portals Lina - Schwangerschaft Kind Sucht
- Aufbau und Realisierung regionaler Netzwerke

 

Mitwirkung in Gremien und Arbeitskreisen

  • Netzwerk zur gesundheitlichen Chancengleichheit, HAG
  • Netzwerk zur gesundheitsförderlichen Kita, HAG
  • Hamburger Fachkreis Gewaltprävention
  • Hamburger Bündnis gegen den plötzlichen Säuglingstod
  • AG Kinderschutz
  • AG Suchtprävention mit Kindern und Familien im Nordverbund
  • u.a.