Logo: sucht-hh

Suchtprävention und Kulturelle Vielfalt

„Alle erreichen, Ressourcen optimieren

Fortbildungsreihe (seit November 2013) des Arbeitsbereichs Kulturelle Vielfalt - „Alle erreichen, Ressourcen optimieren“

Hamburg wird immer mehr zu einer multikulturellen Metropole. Inzwischen hat nahezu jede dritte Person in Hamburg einen Migrationshintergrund. In der Bundesrepublik Deutschland haben rund 20 Prozent einen Migrationshintergrund, laut Statistischem Bundesamt wird diese Zahl stetig steigen und sich in zwanzig Jahren verdoppelt haben. Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen nach Deutschland kommen und hier bleiben bauen ihre individuellen kulturellen Identitäten auf und machen unsere Gesellschaft insgesamt heterogener. Dadurch verändern sich die bestehenden Wertesysteme unserer Gesellschaft. Neben Chancen, die diese Veränderungsprozesse bieten, entstehen jedoch auch komplexere Anforderungen nicht nur für die Individuen, sondern auch für die Fachkräfte in der sozialen Arbeit.

Mit unserer seit November 2013 laufenden Fortbildungsreihe soll die fachlich-inhaltliche Auseinandersetzung mit der kultursensiblen Öffnung der Organisationen in der Suchtprävention und Suchthilfe unterstützt werden. Die Fortbildung setzt dabei nicht auf eine reine Sensibilisierung der Fachkräfte für die Besonderheiten im Umgang mit suchtbelasteten Menschen mit Migrationshintergrund. Vielmehr sollen die Fachkräfte dazu befähigt werden diversitygerecht, also u.a. mit kulturellen Unterschieden so gut umgehen zu können, dass in der Beratungsarbeit beispielsweise eine reguläre Beratungsdauer, ohne vorherigen Abbruch durch die Betroffenen gewährleistet werden kann.

Die Schwerpunkte, der aus vier Modulen bestehenden Fortbildungsreihe, setzen sich inhaltlich mit den Themen Diversity, Diskriminierung, Anti-Bias-Ansatz und Transkulturalität in der Suchtarbeit und -prävention auseinander. Die unmittelbare Anwendbarkeit des neu Erlernten in der Beratungspraxis steht dabei stets im Fokus eines jeden Fortbildungsmoduls. Die fachlichen Inputs werden von ausgewiesenen Expertinnen und Experten in den oben genannten Themenbereichen vorgestellt.

Zielgruppe: Fachkräfte in der Suchthilfe und -prävention, Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe mit Schnittstellen zu Sucht, MitarbeiterInnen aus MigrantInnen(selbst)organisationen aus Hamburg sowie angrenzenden Bundesländern.

Termine: Quartalsweise, je eine 5-stündige Fortbildungseinheit inkl. Pause. Die Fortbildung ist kostenpflichtig. In den Kosten enthalten sind das Honorar der ReferentInnen, ein Seminarreader, Getränke und Mittagsimbiss. Der Besuch einer einzelnen Fortbildungsveranstaltung dieser Reihe ist möglich, die Teilnahme zu allen Terminen ist empfehlenswert, um die sehr umfassenden Themenkomplexe in der Arbeitspraxis möglichst begleitend implementieren und verstetigen zu können.

Die Fortbildungsreihe startet im November 2013 mit dem ersten Fortbildungsmodul: „Diversity-Basis-Wissen: Grundlagen für die Beratungsarbeit mit KlientInnen und in Gruppen.“ Eine gesonderte Einladung mit weiteren Details folgt in Kürze.

 

Europäische Studie zu Diversity

Die Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen e.V. mit dem Projekt Herkunft-Ankunft-Zukunft ist in der (im April 2013) erschienenen Sonderauswertung „Drug prevention interventions targeting minority ethnic populations: issues raised by 33 case studies“ (EMCDDA, Lisbon, April 2013), d.h. Suchtprävention von Minderheitengruppen, MigrantInnen und Menschen mit Migrationshintergrund, in 29 europäischen Ländern repräsentiert.
Der gesamte Bericht ist als pdf-Datei (687 KB) herunter zu laden unter
http://www.emcdda.europa.eu/publications/thematic-papers/prevention-minority-ethnic-populations

Hier sind alle europäischen Projekte sowie das Hamburger Projekt (Seite 66, 67) dargestellt.

 

Liste über Mutter-und fremdsprachige Angebote HH

Das Büro für Suchtprävention in Kooperation mit Kodrobs Wilhelmsburg/jugend hilft jugend e.V. aktualisiert die Liste der Mutter- und Fremdsprachige Angebote in der AMBULANTEN SUCHTKRANKENHILFE und SUCHTPRÄVENTION Hamburgs jedes Jahr zum Herbst. Zusätzlich gibt es eine seperate Liste zu muttersprachigen Angeboten in SELBSTHILFEGRUPPEN.

In der zuerst genannten Liste gibt es neben den Angeboten aus der Suchtprävention und ambulante Suchthilfe zusätzlich Adressen und Ansprechpersonen zu migrationsspezifischen Beratungsangeboten (Rechtliches, Bildung und Arbeit) in Hamburg.

Ziel dieser Listen ist die praktische Hilfe für die KollegInnen und AkteurInnen in der Suchtkrankenhilfe, Suchtprävention und Beratung von Hamburg.
Die Listen sollen bestenfalls die passgenauere und vernetzende Arbeit untereinander begünstigen.

Diese Listen sind nicht für die Weitergabe an Betroffene/KlientInnen/PatientInnen gedacht.

Wir garantieren nicht für die Vollständigkeit dieser Listen.
Diese Listen können ausschließlich auf den Interenetseiten www.sucht-hamburg.de und www.jhj.de eingesehen, heruntergeladen und ausgedruckt werden.

Die Aktualisierung für 2013 ist abgeschlossen, d.h. die akteullste Version, Stand November 2013, liegt zum herunterladen bereit.

 

Arbeitskreis Migration und Suchtprävention

Der Arbeitskreis Migration und Suchtprävention tagt alle acht Wochen in den Räumen der Hamburgischen Landesstelle für Suchtfragen e.V. Hier sitzen Fachkräfte vor allem aus der Suchtprävention und ambulanten Suchthilfe Hamburgs zusammen, desweiteren nehmen regelmäßig Migrantenorganisationen, Behörden und AkteurInnen aus den Kommunen an diesen Sitzungen Teil. Es geht hier zum einen um den inhaltlichen Austausch über aktuelle Themen aus den Projekten und den Austausch der Organisationen, Träger, Projekte bzw. MitarbeiterInnen miteinander (Vernetzung)!
Interessierte "Neuzugänge" sind herzlich willkommen und können sich gerne bei mir im Büro melden.
Die Termine finden Sie auf dieser Internetseite, im Veranstaltungskalender.
Die Protokolle sowie weitere Materilien aus den Sitzungen finden Sie unter www.prevnet.de.

 

Herkunft-Ankunft-Zukunft

Zu unserem Projekt Herkunft-Ankunft-Zukunft und unserem Angebot der mutttersprachigen Keypersons informieren Sie sich bitte auf dieser Internetseite unter dem Menüpunkt Projekte: Her-An-Zukunft.

 

Interkulturelle Keypersons

Unter "Keypersons" sind Mitglieder der jeweiligen MigrantInnengruppen zu verstehen, die durch gezielte Fortbildungen die Angebote u.a. zur ambulanten Suchthilfe in Hamburg kennen lernen und anschließend in ihren Gruppen weiter vermitteln.

 

Muttersprachige Flyer

Die Herkunft-Ankunft-Zukunft- Flyer gibt es zurzeit in den Sprachen Englisch, Farsi/Persisch, Französisch, Russisch, Polnisch und Türkisch (und jeweils in Deutsch).

Wir danken an dieser Stelle den ÜbersetzerInnen und freuen uns weiterhin über eine gute Zusammenarbeit.

 

Projekt Herkunft-Ankunft- Zukunft

 

Ansprechperson

Foto

Nida Yapar
Büro für Suchtprävention
der Hamburgischen Landesstelle für Suchtfragen e. V.
Repsoldstraße 4
20097 Hamburg
Fon +49 (0)40 2849918-24
Fax +49 (0)40 2849918-19
yapar@sucht-hamburg.de

 
HAZ Fobi 202
 

Muttersprachige Suchthilfe Hamburg

Suchthilfe muttersprachig 2013

Mutter- und Fremdsprachige SUCHTPRÄVENTION und ambulante SUCHTHILFE in Hamburg.
Inkl. allgemeine migrationsspezifische Beratungsangebote in Muttersprachen.

 

Muttersprachige Selbsthilfegruppen in Hamburg

Muttersprachig 2013

Muttersprachige SELBSTHILFEGRUPPEN für Suchtgefährdete, Suchtmittelabhängige und Angehörige.

 

Hamburger Bevölkerung

Laut Statistikamt Nord leben in Hamburg 513.000 (29,2%) Menschen mit Migrationshintergrund (Stand:08/2012).
Fragen der Integration stellen sich dementsprechend für die Suchtprävention und Suchthilfe. Schließlich ist anzunehmen, dass über die allgemein anerkannten Risikofaktoren hinaus Migration, Anpassungsprozesse und problematischere Perspektiven die Suchtgefahren verstärken. Zahlenmaterial, das die Relevanz verdeutlichen würde, ist kaum vorhanden. Besonders (Spät-) AussiedlerInnen fallen statistisch als MigrantInnen nicht auf, da sie die deutsche Staatsangehörigkeit haben.