Suchtprävention und Neue Medien
Die Kombination von PC und Internet gehört zum unverzichtbaren privaten, beruflichen und schulischen Alltag und verändert grundlegend die Kommunikation in diesen Lebensbereichen. Kinder und Jugendliche wachsen mit viel Selbstverständlichkeit in dieser Medienlandschaft auf und sind den Erwachsenen nicht nur gleichgestellt, sondern oft auch überlegen.
Die aktuelle, bisweilen kontrovers geführte Debatte über Maßnahmen vor allem zum Umgang mit Computerspielen und Onlinespielen reicht von Verbotsszenarien über Aufklärungskampagnen bis zu Medienkompetenzschulungen. Unabhängig von der jeweiligen Position ist es nötig, sich denjenigen zuzuwenden, die besorgt sind und sich hilfesuchend melden. Insbesondere Angehörige und Freunde von exzessiven Computerspieler/innen, aber auch längerfristige Exzessiv-Spieler/innen signalisieren, dass sie Wege suchen, um ihre Probleme anzugehen. Neben den professionellen Beratungs- und Behandlungsangeboten, die sich in diesem Bereich gegenwärtig über die angemessenen Diagnosen und Angebote verständigen, kommt den eigenständigen bzw. freiwilligen und gegenseitigen, möglicherweise auch anonymen Unterstützungsmaßnahmen wachsende Bedeutung zu. Im Onlinesektor kann man beobachten, dass sich Betroffene informieren und stützen. Gleichzeitig wird deutlich, dass die persönliche Begegnung nicht zu ersetzen ist. Ziel ist es, einen Informationsaustausch anzustoßen, der medienkompetentes Wissen, medienpädagogische Maßnahmen mit problematischen und behandlungsbedürftigen Verhaltensweisen zusammenführt und Wege zu Problemlösungen aufzeigt.
