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Sucht im Alter

Sucht kennt keine Altersgrenzen

Auch ältere Menschen konsumieren Alkohol, Medikamente oder Tabak, und dieses bisweilen in riskanten Mengen, die nicht selten in eine Abhängigkeit führen. Es ist eine hinlänglich bekannte Tatsache, dass Suchtprobleme eines der größten Hindernisse für Selbstbestimmung und Lebensqualität im Alter sind.

 

Generationenwandel

Alterspezifische Ursachen von Sucht- entwicklung sind vielfältig und zudem nur ansatzweise erforscht. Während früher das Altern als unbeeinflussbares Geschehen eher passiv hingenommen wurde, werden in den letzten Jahrzehnten die Gestaltungs- möglichkeiten besonders hervorgehoben. Neue Modelle des Alterns sind stark ressourcen- und aktivitätsorientiert, unter dem Stichwort Plastizität des Alters werden die enormen Gestaltbarkeit sozialer, psychischer wie biologischer Alternsprozesse thematisiert. Dieser Ansatz bietet eine gute Grundlage für die Prävention von Abhängigkeitserkrankungen.

 

Hilfe für suchtgefährdete und suchtmittelabhängige

Wie kann älteren Menschen geholfen werden, die bereits suchtgefährdet oder gar suchtmittelabhängig sind, wo können sie spezifische, auf ihr Alters- und Lebenssituationen bezogene Hilfe und Beratung erhalten? Hier geht es vor allem darum, vorhandene Angebote auszubauen und Konzepte für die Beratung und Behandlung zu entwickeln, die der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung tragen. Darüber hinaus ist eine fachliche Kooperation und Vernetzung zwischen der Sucht- und Altenhilfe sowie der medizinischen Versorgung notwendiger denn je. Maßnahmen zur Prävention, Früherkennung und Hilfe, die den Generationenwandel des Alters unberücksichtig lassen, greifen oft ins Leere. Hier empfiehlt es sich, einen interdisziplinären Dialog zu initiieren, und unterschiedlicher Interessen und Bedürfnisse der Bereiche Suchthilfe, Altenhilfe und Medizin zu moderieren. Ziel sollte es sein, sachgerechte und interdisziplinär, abgestimmte Beratungs- und Behandlungsangebote aus- und aufzubauen.

 

Die neue Generation

Die neuen Generationen älterer Menschen haben während ihrer Jugendjahre und in ihrem Erwachsenenalter andere soziale, berufliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen erfahren als die frühre Generation. Sie konnten z.B. von der starken Expansion des Bildungssystems profitieren, sie sind zudem viel stärker gewohnt, in einer mobilen und sich ständig ändernden globalen Gesellschaft zu leben. Das wirkt sich zum einen auf die Lebensgestaltung, und zum anderen auf die Konsummuster und -gewohnheiten im Umgang mit Rauschmitteln aus.
Der alltägliche Konsum von Tabak und Alkohol, der Probier- und Experimentierkonsum von Cannabis, der selbstverständliche Gebrauch psychotroper Arzneimittel sind für viele Menschen dieser Generation ganz normal. Das heißt, es besteht in der Regel ein geringes Risikobewusstsein hinsichtlich der langfristigen gesundheitlichen Gefahren. Sachliche Informationen über Risiken und Gefahren des Rauschmittelkonsums gewinnen gerade vor diesem Hintergrund eine zentrale Bedeutung.

 

Fachtagung Sucht im Alter Hamburg

SuchtimAlter2012

Einladung zur Fachtagung am 26. und 27. September 2012 - Auf die Fachkräfte kommt es an!

Gerne laden wir als Mitveranstalter auf die Fachtagung zum Abschluss des Projektes SUCHT IM ALTER Hamburg am 26. und 27. September 2012 der Alida-Schmidt-Stiftung ein. Ausführliche Informationen zur Fachtagung finden Sie im Programmflyer, der hier zum Download zur Verfügung steht.

 

Arbeitskreis Sucht im Alter

Der Arbeitskreis Sucht im Alter, der 2007 von der Hamburgischen Landesstelle eingerichtet wurde, setzt sich mit eben genannten Fragen und Anliegen auseinander. Interessierte Fachleute aus dem Bereich Suchthilfe, Suchtprävention, Selbsthilfe, Psycho-soziale Betreuung, Altenhilfe- und Pflege und der Medizin herzlich willkommen. Die Termine können Sie unter Termine abrufen.

 

Ansprechpartnerin:

Angelika Nette
Referentin
Büro für Suchtprävention
der HLS
fon: +49+40.2849918-11
fax: +49+40.2849918-19
Email: nette@sucht-hamburg.de