Fachausschuss Betriebliche Suchtprävention (FABS)
Fachtagung zum Resilienzkonzept
„Gesund bleiben trotz widriger Bedingungen in der Arbeitswelt“
01. September 2011
Schön-Klinik , Hamburg- Eilbek
Sie können sich jetzt die Dokumentation der Fachtagung herunterladen. Die Druckversion ist im Januar 2012 in der Hamburgischen Landesstelle für Suchtfragen e.V. erhältlich.
Tätigkeitsbericht 2009
Aufgabenstellung und Handlungsweisen des Fachausschusses Betriebliche Suchtprävention bestehen auch im Jahr 2009 unverändert fort. Der FABS hat nach wie vor sowohl informierende wie auch beratende Funktionen. Zum einen informiert er den Vorstand und die Mitglieder der HLS über aktuelle Entwicklungen und Handlungsfelder im Bereich der betrieblichen Suchtprävention. Zum anderen plant er gemeinsam mit dem Büro für Suchtprävention verschiedene Fachforen und Fachgespräche. Das Gremium setzt sich aus betrieblichen Fachleuten zusammen, die in den Bereichen Suchtprävention, Gesundheitsförderung und Arbeitsmedizin tätig sind. Die Aufgaben der betrieblichen Suchtprävention sind typische Schnittstellenaufgaben: betriebliche Sozialund Suchtberatung, Gesundheitsmanagement, Personalführung, aktuelle Rechtsprechung (z.B. im Falle von Alkoholabhängigkeit, Drogenscreening im Betrieb oder Arbeitsstättenverordnung). Dementsprechend breit gefächert sind die Themen der jeweiligen Fachforen und Fachgespräche.
Der FABS ist in seiner Zusammensetzung stabil geblieben, seit Ende des Jahres wird Horst Sporleder, Mitglied des Vorstandes der Hamburgischen Landesstelle für Suchtfragen, regelmäßig am FA teilnehmen und seine langjährige Berufserfahrung in betrieblicher Suchtprävention in die Ausschussarbeit mit einbringen. Die Arbeit im Jahr 2009 war durch zwei Schwerpunkte gekennzeichnet. Zum Ersten traf sich der FA zu einer eintägigen Klausur, zum Zweiten lag der Fokus auf dem Zusammenhang zwischen gesellschaftlicher Wirklichkeit in den Betrieben in Zeiten wirtschaftlicher und finanzpolitischer Krisen und dem Anwachsen psychischer Belastungen am Arbeitsplatz im Zusammenwirken mit Missbrauchs- und Abhängigkeitsproblemen bzw. Suchterkrankungen.
Im März nahm sich der FA einen Tag Zeit, um sich auf einer Klausur unter externer Moderation über sein Selbstverständnis, seine Aufgaben und seine Zukunftsvisionen klar zu werden, um sich untereinander in den verschiedenen Arbeitsfeldern besser kennen zu lernen und um gemeinsam zu erarbeiten, wo und wie der Fachausschuss in Zukunft deutlicher an die Öffentlichkeit treten kann. Außerdem wurden unter fachkundiger Leitung von Theo Baumgärtner die Stellung des FABS im Gremiengeflecht der Hamburgischen Landesstelle für Suchtfragen und des Büros für Suchtprävention sowie die daraus resultierenden Arbeits- und Äußerungsmöglichkeiten erarbeitet. Als Ziele des FABS für das Jahr 2010 wurden im Wesentlichen genannt: für die Mitarbeit im FA auch einen Vertreter oder eine Vertreterin des Arbeitgeberbereiches neu zu gewinnen; eine engere Vernetzung im FA untereinander herzustellen; ein Leitbild für den Fachausschuss Betriebliche Suchtprävention zu erarbeiten, welches beschreibt, wofür er steht und wovon er sich aber auch abgrenzt; die ‚94er-Vereinbarung’ zu nutzen und „wiederzuentdecken“; den FA im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung auch politisch zu positionieren und die Schnittmenge von Sucht – Psychischen Belastungen – Gesundheitsförderung im Betrieb zu bearbeiten; die Frage „Was hält Menschen (am Arbeitsplatz) gesund?“ inhaltlich stärker ins Zentrum zu rücken sowie schließlich in Zukunft öfter und deutlicher öffentlich Position zu beziehen und etwa dreimal im Jahr Stellungnahmen – möglichst unterstützt vom Vorstand der HLS – zu veröffentlichen. Im Zusammenhang mit dem FachForum Betriebliche Suchtprävention während der Aktionswoche Alkohol 2009 veröffentlichte der FABS die Stellungnahme „Stress und wachsende Angst um den Arbeitsplatz verstärken Suchtmittelmissbrauch“. Sie wurde vom Vorstand der HLS befürwortet und einstimmig genehmigt. Außerdem gab der Fachausschuss parallel dazu einen Pressetext „Mehr psychische Belastungen und Suchtprobleme am Arbeitsplatz“ heraus.
Die Arbeit des FABS im Themenfeld Krise – psychische Belastungen – Suchtproblematik fand sicher ihren Schwerpunkt in der Vorbereitung und Durchführung des FachForums im NDR während der Aktionswoche Alkohol 2009. Unter dem Thema „Arbeiten ohne Limit! Wie kann betriebliche Beratung in Zeiten hoher Unsicherheit für die Beschäftigten sinnstiftend wirken?“ referierte zuerst Dr. Stephan Peeck, anschließend wurde das Thema in Themengruppen vertieft. Dabei wurde die präventive Wirkung sinnvoller Arbeit, von Sicherheit und Klarheit am Arbeitsplatz und durch zufriedenstellende Antworten auf existentielle Grundfragen eines Menschen für die psychischen Belastungen oder suchtfördernde Bedingungen am Arbeitsplatz sehr deutlich. Und es zeigte sich ein reichhaltig vorhandener Erfahrungsschatz der Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichsten Betrieben.
FA Betriebliche Suchtprävention
Sprecher:
Detlev Burkart
Alexander Weil
Kontakt
Detlev Burkart (Sprecher): Detlev.Burkart@t-online.de
Angelika Nette (Referentin): nette@sucht-hamburg.de
Leitsätze des FA Betriebliche Suchtprävention
Hier können Sie die Leitsätze des oben genannten Fachausschusses einsehen (PDF-Datei, 18 KB).
