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Angelika Nette

Dipl. Sozialökonomin

Angelika Nette

Angelika Nette
Referentin für betriebliche Suchtprävention
Büro für Suchtprävention
der HLS
fon: +49+40.2849918-11
fax: +49+40.2849918-19
Email: nette@sucht-hamburg.de


Was ist gute Arbeit, und was hat das mit Suchtprävention am Arbeitsplatz zu tun?

Von guter Arbeit sprechen Wissenschaftler (INQA-Studie), wenn Menschen sich (von KollegInnen und Chefs) unterstützt und wertgeschätzt fühlen, wenn sie Einfluss auf ihre Arbeit nehmen können, wenn sie keine Angst um ihren Arbeitsplatz haben müssen, wenn sie weder überfordert, noch unterfordert werden, und wenn sie für ihre Arbeit fair bezahlt werden.

Nur drei Prozent der Beschäftigten haben Arbeitsbedingungen, die man laut INIFES Studie als gesundheits- und entwicklungsfördernd bezeichnen kann.

Mich interessiert vor allem die Frage, wie Menschen mit Arbeitsbedingungen umgehen, die sie auf lange Sicht gesehen, in ihre psychischen und physischen Integrität beeinträchtigen? Was hält sie trotz widriger Umstände gesund, was motiviert sie, was macht sie resistent gegenüber Resignation?
In dem salutogenetischen Ansatz (was hält gesund vs was macht krank?) werden Sinn, Sinnhaftigkeit, Zugehörigkeit, Selbstwirksamkeit, Gestaltungs- und Einflussmöglichkeiten als wichtige "Schutz- und Stützfaktoren" hervorgehoben.

Die betriebliche Suchtprävention bietet m. E. mit ihrer fachlichen und methodischen Kompetenz eine gute Grundlage dafür, die Ressourcen und Stärken von Menschen und Organisationen zu fördern - eben das- was gesund hält.

Dazu gehört nicht nur die Frage, wie im Betrieb mit Suchtmitteln umgegangen werden soll, sondern auch wie Unternehmen ihre soziale Verantwortung gegenüber Beschäftigten auslegen. Welche Anstrengungen Betriebe machen, um die persönlichen Potenziale der Beschäftigten zu fördern, und die Arbeit gesundheitsförderlich zu gestalten?

"Gute Arbeit" ist sicherlich noch keine Garantie dafür, dass sich Menschen künftig nicht mehr mittels Alkohol, Tabletten, Drogen oder exxessiven Verhaltensweisen (z.B. Glücksspiel, Computernutzung) schädigen. Von "guter Arbeit" kann aber eine hohe suchtpräventive Wirkung ausgehen, in dem sie einen verantwortungsvollen Umgang mit den zur Verfügung stehenden suchtfördernden Substanzen und Verhaltensweisen fördert, und zugleich die Minimierung struktureller Faktoren (gesundheitsschädigende Arbeits- und Lebensbedingungen) thematisiert.

 

Trainings- und Beratungsprofil

Seit 1994 als Referentin für betriebliche Suchtprävention, im Büro für Suchtprävention, in der Hamburgischen Landesstelle für Suchtfragen tätig.
Seit über 20 Jahren in der Suchtprävention mit folgenden Schwerpunkten tätig:

Beratung und Moderation
Beratung und Prozessbegleitung bei der Entwicklung von Suchtpräventionsmaßnahmen

Moderation und Beratung betrieblicher Arbeitskreise zur Suchtprävention und Gesundheitsförderung.

Training / Workshops
Konzipierung und Durchführung von Trainings mit dem Schwerpunkt Suchtprävention am Arbeitsplatz.

Konzipierung und Durchführung von Trainings mit dem Schwerpunkt Suchtprävention für Auszubildende

Konzipierung und Durchführung von Trainings mit dem Schwerpunkt Selbst- und Zeitmanagement.

Konzipierung und Durchführung von Trainings mit dem Schwerpunkt problematisches und pathologisches Glücksspiel

Konzipierung und Durchführung von Trainings mit dem Schwerpunkt Zeitmanagement

Konzipierung und Durchführung von Modellprojekten:

Lufthansa Technik AG Hamburg: Konzeptionierung und Durchführung von bundesweiten Schulungsmaßnahmen zur Suchtprävention für Auszubildende.

Berufsgenossenschaft Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege Hamburg: Konzeptionierung und Durchführung von bundesweiten Schulungsmaßnahmen zu betrieblichen Suchtprävention.

Spielbank Hamburg und Wiesbaden
Konzeptionierung und Durchführung von bundesweiten Schulungsmaßnahmen zur Prävention des pathologischen Glücksspiels.

Informationsveranstaltungen und Fachforen

Entwicklung und Durchführung von Informationsveranstaltungen und / oder Informationstagen zu suchtpräventiven Themen.

Zusatzqualifikation
Zusatzausbildung in der Moderation und Gruppenleitung nach der Methode der Themenzentrierten Interaktion nach Ruth Cohn (TZI- Diplom)

Train the Trainer Workshop zur Motivierenden Gesprächsführung.

Zahlreiche Veröffentlichungen zur Suchtprävention im Betrieb

 
 
Letzte Aktualisierung: 27.10.11 14:25 von Leander Hansen