Liebe*r Leser*in,

die inzwischen 6. Ausgabe unseres Newsletters Mittelpunkt erscheint nun inmitten der Corona-Pandemie. Vieles, was vor einem Jahr noch neu oder ungewohnt war ist inzwischen zur Selbstverständlichkeit geworden. Wie zum Beispiel der überaus anregende und höchst interaktive Austausch zeigt, der uns im Rahmen der BZgA-Fachtagung zur Qualität in der Suchtprävention gelungen ist. Einen ausführlichen Bericht finden Sie dazu gleich zu Beginn unseres Newsletters, in dem wie gewohnt Informationen zu aktuellen Entwicklungen in der Suchthilfe und Suchtprävention in Hamburg und darüber hinaus im Mittelpunkt stehen.
Für die nun in Hamburg beginnenden Sommerferien scheint es, dass man die Covid-19-Infektionszahlen vorläufig im Griff hat und wir ein wenig Durchatmen können. Bleibt die Hoffnung, dass die fortscheitenden Impfungen und auch das Einhalten der AHA(+L)-Regeln uns vor einem ähnlichen Wiederaufflammen des Infektionsgeschehens wie in 2020 bewahren und es nicht nur eine kurze Verschnaufpause wird.
In diesem Sinne, kommen Sie gut durch den Sommer und bleiben Sie weiterhin gesund!

Christiane Lieb
Geschäftsführerin SUCHT.HAMBURG

Online-Fachtagung zur Qualität in der Suchtprävention
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) veranstaltete am 20. und 21. Mai 2021 zum sechsten Mal eine Fachtagung zur Qualität in der Suchtprävention. In diesem Jahr fand die zweitägige Konferenz in Kooperation mit den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein unter Federführung von SUCHT.HAMBURG mit 170 teilnehmenden Fachkräften erstmals online statt.

Die Lebenswelt von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wie auch das Arbeitsfeld der Fachkräfte haben sich durch die Corona-Pandemie sehr stark verändert. Vor diesem Hintergrund hat auch die Suchtprävention und ihre Umsetzung in den Settings eine neue Bedeutung erhalten. Fragestellungen, wie, was haben wir in unseren Arbeitsfeld aus der Corona-Krise bislang gelernt, was gilt davon auch für die zukünftige Suchtprävention oder was muss bei der Umsetzung neuer digitaler Maßnahmen berücksichtig werden, um die Qualitätsstandards von Suchtprävention weiterzuentwickeln, waren die zentralen Themen der Tagung.

Die Tagung wurde von der Hamburger Gesundheitssenatorin Dr. Melanie Leonhard, dem schleswig-holsteinischen Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg und dem kommissarischen Direktor der BZgA Prof. Dr. Martin Dietrich eröffnet. Alle Drei betonten, wie sehr sich die Lebenswelten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und das Arbeitsfeld der Fachkräfte für Suchtprävention durch die Pandemie verändert haben. Dadurch kommt der Suchtprävention– verstärkt durch die pandemiebedingten psychischen Belastungen - eine große Bedeutung zu. Die Förderung von wirksamen suchtpräventiven Handlungsansätzen vor Ort und notwendige Stärkung der ressortübergreifenden Zusammenarbeit wurde von Senatorin Dr. Leonhard besonders hervorgehoben.

Im Hauptraum ging es danach mit dem ersten Impulsvortrag mit dem Titel „Alkohol, Nikotin, Glücksspiel und Mediennutzung – Veränderungen während des 1. Lockdowns im Frühjahr 2020“ von Dr. Ekaterini Georgiadou, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität weiter. In der von Dr. Georgiadou vorgestellten Online-Befragung aus dem Frühjahr 2020 wurde u.a. festgestellt, dass sich der Alkohol-, Nikotin- und Medienkonsum in der Bevölkerung zunächst signifikant erhöht hat. Erste Ergebnisse einer Folgebefragung zum zweiten Lockdown im Winter 2020/21 zeigen, dass der erhöhte Konsum bei den meisten Befragten zwar erfreulicherweise wieder zurückgegangen ist, aber insbesondere bei Personen mit einem erhöhten Stressempfinden sich nach wie vor deutlich erhöhte Konsumgewohnheiten finden. In der anschließenden Diskussion wurden zunächst in der Hauptsession und dann in kleineren Einzelsessions aktuelle Themen und Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Suchtprävention bzw. auf die Entstehung von Suchterkrankungen wie zum Beispiel die Zunahme der Computerspiel- und Internetnutzung durch Corona, Kiffen im Lockdown, ein Erfahrungsaustausch zu Anwendungen zur digitalen Suchtprävention oder auch den finanziellen Folgen der Corona-Pandemie auf die Suchtprävention vertieft. Die anschließende Mittagspause bot die Möglichkeit abseits des Bildschirms abzuschalten oder sich in durchgängig offenen virtuellen Räumen mit den Kolleg*innen aus den Bundesländern zu vernetzen und auszutauschen.

Am Nachmittag des 20. Mai und am Vormittag des 21. Mai wurde in insgesamt 15 Workshops, die die Themenvielfalt der Suchtprävention abbildeten, zum Beispiel intensiv über die Wirksamkeit suchtpräventiver Angebote diskutiert, neue Konzepte zur Prävention internetbasierter Störungen, Suchtprävention im Alter oder Informationen zur Cannabisprävention vorgestellt und zum integrierten Ansatz der Suchtprävention in den Niederlanden informiert.

Eingebettet war die Workshopsession am zweiten Konferenztag in eine lebhafte Podiumsdiskussion, in der Michaela Goecke, BZgA, Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, Institut für Therapieforschung Nord gGmbH, Andrea Hardeling, Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen e.V., Jens Hupfeld, GKV-Spitzenverband, Gaby Kirschbaum, Bundesministerium für Gesundheit und Knut Riemann, Schleswig-Holsteinischer Landkreistag über die Folgen der Corona-Pandemie für die Suchtprävention und wie diese gemeinsam bewältigt werden können, debattierten. Den Diskutant*innen konnte die Zusage abgewonnen werden, dass zukünftig trotz der häufig als hinderlich empfundenen bürokratischen Hürden alles getan würde, um die Suchtprävention in den Lebenswelten zu stärken und kreative Ansätze und Vorgehensweisen zu unterstützen, damit insbesondere sozial benachteiligte Menschen bedarfsgerecht erreicht werden können.

Zum Abschluss lieferte Prof. Dr. Bernhard Heinzlmaier vom Institut für Jugendkulturforschung Einblicke in aktuelle Erkenntnisse über die „Generation Corona – rücksichtlos und feierwütig?". Nach seinen Erkenntnissen schätzt ein großer Teil der Jugendlichen die gesellschaftliche Entwicklung als eher pessimistisch ein und ist wenig optimistisch, was die eigene Zukunft betrifft. Dieser Trend sei nicht neu, so Heinzlmaier, aber durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich verstärkt und beschleunigt worden. Positiv genutzt werden könne der Wunsch von Jugendlichen nach dem Erleben von Gemeinschaft und die Sehnsucht nach Halt, Orientierung und Nähe, was in der Jugendkulturforschung auch als Regrounding bezeichnet wird. Dies ist für die Suchtprävention eine Herausforderung und Chance zugleich: Nämlich die veränderten Verhaltensweisen und die individuellen Bedürfnisse der Jugendlichen zu erkennen und dementsprechend flexible Angebote zu schaffen, die ihnen die gewünschte Orientierung geben können.
Die Inhalte und Erkenntnisse der Tagung werden im Laufe des Jahres 2021 in einer ausführlichen Dokumentation veröffentlicht.

Fachaustausch „Suchtprävention und -hilfe für Menschen mit Sinnesbehinderung und geistiger Behinderung“ des Arbeitskreis Vielfalt am 10. Juni

Am 10. Juni ludt der Arbeitskreis Vielfalt Kolleg*innen aus dem Arbeitsfeld der Behindertenhilfe zum virtuellen Fachaustausch ein, um sich intensiv mit dem Thema Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und Suchtproblemen zu beschäftigen. Anlass des Fachaustauschs ist, dass Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen ein problematisches Konsumverhalten oder eine Sucht entwickeln können. Es gibt inzwischen zwar zahlreiche Materialien rund um das Thema Sucht und Menschen mit geistiger Behinderung, häufig aber besteht auf Seite von Fachkräften Unsicherheit, wie sie Menschen mit geistigen Behinderungen oder Sinnesbehinderungen in ihrer ganz individuellen Bedürfnislage passende Hilfen bei Suchtprobleme anbieten können oder in welches Hilfeangebot vermittelt werden kann. Ebenso fehlt bislang ein quantitativer Überblick darüber, wie groß die Gruppe potentiell hilfesuchender Menschen mit geistiger Behinderung oder Sinnesbeeinträchtigung und Suchtproblemen in Hamburg ist.
Als Impulsgeber war Thomas Abel vom Bundesmodellprojekt aktionberatung aus Wiesbaden eingeladen. Herr Abel berichtete von den sehr wertvollen praktischen Erfahrungen, Konzepten und Techniken, die aktionberatung im Rahmen der letzten fast 3 Jahre sammeln konnte. In einer sehr regen Diskussion wurde den anwesenden Fachkräften in der Sucht- und Behindertenhilfe deutlich, dass der Austausch am 10. Juni erst ein Anfang gewesen sein kann. Aktuell werden von SUCHT.HAMBURG nun die entstandenen Fragestellungen wie Welche Angebote für Menschen mit geistiger Behinderung, Lern- bzw. kognitiver Einschränkung und Suchtproblemen gibt es in Hamburg? Wie viele Maßnahmen zur Prävention, Beratung oder Behandlung für bzw. von Menschen mit geistiger Behinderung, Lern- bzw. kognitiver Einschränkung in Bezug auf Suchtprobleme werden durchschnittlich pro Jahr nachgefragt? Wie kann eine nachhaltige Vernetzung zwischen der Suchthilfe und –prävention und dem Arbeitsfeld Eingliederungshilfe gelingen sowie zum Fortbildungsbedarf im Hinblick auf Sucht und geistige Behinderung zentral erfasst und anschließend mit den Beteiligten weiter vertieft. Wir informieren Sie über die Ergebnisse und nächsten Schritte an dieser Stelle.

Hier finden Sie die Datenbank mit Materialien, Medien, Techniken, Beratungshandbüchern uvm. des Bundesmodellprojekt aktionberatung.

European Drug Report 2021 der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA)

Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) hat am 9. Juni 2021 den jährlich erscheinenden Europäischen Drogenbericht mit aktuellen Daten zur Situation illegaler Drogen in Europa sowie Norwegen und der Türkei veröffentlicht. Im aktuellen Bericht finden sich wie gewohnt Übersichten über die langjährigen Trends: 28,9 % Prozent der Bevölkerung beziehungsweise 83 Millionen Menschen in Europa haben schon einmal illegale Drogen konsumiert. Die am häufigsten verbreitete Droge bleibt Cannabis. Hier gehen die Zahlen in den Ländern stark auseinander. Während in Malta 4 % der Bevölkerung schon einmal Cannabis ausprobiert haben, sind es in Frankreich 45 %. Die zweithäufigste genutzte illegale Droge ist Kokain.
Der Bericht enthält auch eine erste Zusammenstellung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Drogenkonsum und den Drogenmarkt in Europa. Während der Pandemie hat sich der Drogenmarkt verändert: Weniger Straßenverkäufe, dafür mehr Onlinehandel und eine verbreitetere Nutzung privater Messengerdienste. Im Bereich der organisierten Drogenkriminalität erfolgte ein Umschwung von den Handelswegen per Land auf Seewege mithilfe von Containerschiffen. Mehr Informationen und Quelle https://www.drogenbeauftragte.de/presse/detail/europaeischer-drogenbericht-2021-erschienen/. Der Bericht steht als PDF in allen 24 europäischen Amtsprachen zum Download unter https://www.emcdda.europa.eu/edr2021 zur Verfügung.

Weitere Neuigkeiten und Materialien

Jahresbericht von SUCHT.HAMBURG 2020
Im April ist der Jahresbericht 2020 von SUCHT.HAMBURG erschienen. Er gibt einen Überblick über die Arbeit in unseren Projekten, zu Fort- und Weiterbildungsangeboten sowie über unsere Netzwerk- und Koordinierungstätigkeiten. Sie können den Jahresbericht hier herunterladen oder in unserem Webshop bestellen.

Lina-net Jahrestreffen am 8. September 2021
Das Jahrestreffen des lina-net-Netzwerks wird dieses Jahr nicht wie gewohnt im Juni stattfinden, sondern am 8. September als online-Veranstaltung. Virtuelle Gastgeberin ist dieses Mal die Frauen-Sucht-Beratungsstelle Frauenperspektiven e.V. (www.frauenperspektiven.de). Im Mittelpunkt des Fachnachmittags wird die Vorstellung der Beratungsstelle stehen, die sich mit verschiedenen inhaltlichen Themenbeiträgen rund um das Thema Kinderschutz bei Frauenperspektiven präsentiert und zur Diskussion einlädt. Nähere Informationen zum Programm des Jahrestreffens und zur Anmeldung finden Sie hier.

Neue Qualitätsstandards für die Cannabisprävention im Jugend- und jungen Erwachsenenalter
Die BZgA hat gemeinsam mit einer interdisziplinären Expert*innengruppe aus Forschung und Praxis eine Handreichung mit aktuellen Qualitätsstandards zur Cannabisprävention entwickelt. Die Handreichung soll Fachkräfte aus den unterschiedlichen Settings wie z. B. Kommune, Ausbildungsstätte, Jugendarbeit oder Schule dabei unterstützen, geeignete Maßnahmen und Programme der Cannabisprävention zu entwickeln bzw. umzusetzen. Die Handreichung kann hier heruntergeladen werden.

Neue Informationsmaterialien der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V (DHS). „E-Zigaretten sind riskant“ und „Künstliche Drogen sind riskant“ in leichter Sprache.
Die DHS hat ihre Reihe in leichter Sprache um zwei weitere Hefte ergänzt. Die Broschüre „E-Zigaretten sind riskant“ informiert Interessierte und Konsumierende in Leichter Sprache über E-Zigaretten. Das Heft "Künstliche Drogen sind riskant“ klärt in Leichter Sprache über Risiken, Wirkungen und Konsumformen von Crystal Meth auf. Sie behandelt Fragestellungen wie: Was ist Crystal Meth? Wie wirkt Crystal Meth? Warum ist Crystal Meth gefährlich? Mehr Informationen und Quelle www.dhs.de 

Projekt zu den „Auswirkungen von Covid-19 auf die Suchtprävention in Deutschland - Chancen und Risiken einer stärkeren Digitalisierung“
Das Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung führt derzeit gefördert von der BZgA ein Forschungsprojekt zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Suchtprävention durch und ruft alle Fachkräfte der Suchtprävention zur Teilnahme an einer in diesem Rahmen stattfindenden Online-Befragung auf. Im Kern des Interesses stehen die Erfahrungen und Einschätzungen in Bezug auf Suchtprävention während des durch Corona bedingten Lockdowns und die damit zusammenhängenden Einschränkungen für Schulen sowie für die offene Kinder- und Jugendarbeit. Insbesondere geht es um die Vor- und Nachteile einer Digitalisierung der Suchtprävention. Die Onlinebefragung steht bis zum 31. August unter https://lime.isd-hamburg.de/index.php/944323?lang=de zur Verfügung.

Online-Tagung des Deutschen Zentrums für Suchtfragen im Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) am 27. September
Das DZSKJ lädt am 27. September zur Online-Tagung „Cannabiskonsum im Jugendalter Risikogruppen – Auswirkungen – Prävention und Behandlung“ ein. Die Teilnehmer*innen erwarten Vorträge von Expert*innen, die den aktuellen Stand der Forschung aufzeigen und können in Workshops einen Überblick über verschiedene Aspekte dieses Themas kennenlernen. Ausführliche Informationen zur Tagung finden Sie hier.

Ausgewählte Fortbildungsangebote in Hamburg

Trauma: Wissensgrundlagen und Handlungshinweise für den Umgang mit psychisch traumatisierten Kindern und Jugendlichen am 6. August Mehr Informationen und Anmeldung

Trinken, dampfen, kiffen...Aktuelle Konsumtrends und Herausforderungen für die pädagogische Arbeit. Webseminar am 30. August Mehr Informationen und Anmeldung

Essstörungen bei jugendlichen Mädchen. Webseminar zu den Ursachen von Essstörungen am 16. September Mehr Informationen und Anmeldung

Alkoholkonsum in der Schwangerschaft. Auswirkungen auf den Schwangerschaftsverlauf und die Entwicklung des Kindes. Webseminar am 23. September Mehr Informationen und Anmeldung

Pathologischer PC-/ Internetgebrauch - Beratung und Behandlung bei Kindern und Jugendlichen. Webseminar am 19. Oktober Mehr Informationen und Anmeldung

Kita MOVE - Heikle Themen ansprechen Veränderung ermöglichen. Dreitägige Präsenz-Fortbildung am 1., 8. Und 15. November Mehr Informationen und Anmeldung

Grundlagen der Suchtprävention I. Webseminar am 4. November Mehr Informationen und Anmeldung

Termine

Lina-Net-Jahrestreffen 2021 online am 8. September Mehr Informationen und Anmeldung

Deutscher Suchtkongress 2021 online vom 13. bis 15. September. Mehr Informationen

Kongress des Hamburger Pakts für Prävention online am 23. September 2021 Mehr Informationen

DZSKJ-Online-Fachtagung am 27. September 2021 - Cannabiskonsum im Jugendalter Mehr Informationen

60. DHS Fachkonferenz Sucht vom 25. bis 27. Oktober 2021 in Potsdam. Mehr Informationen

Save the Date: Jahrestagung von SUCHT.HAMBURG „Frau.Gender.Sucht“ am 17. November 2021

Gremien von SUCHT.HAMBURG
AK Sucht.Jugend 18. August 2021
FASD-Netzwerktreffen 25. August 2021
AK Vielfalt 2. September 2021
AK Kinder von suchtbelasteten Eltern 13. September 2021
AK Enter 30. September 2021.
Die Termine unserer Gremien finden Sie stets aktuell auch unter www.sucht-hamburg.de/information/termine

Wenn Sie unsere Arbeit durch eine Spende unterstützen möchten, verwenden Sie bitte die folgende Bankverbindung
SUCHT.HAMBURG gGmbH
Hamburger Sparkasse
IBAN: DE70 2005 0550 1026 2240 46
BIC: HASPDEHHXXX

Impressum:
Sucht.Hamburg gGmbH
Repsoldstr. 4 | 20097 Hamburg
Tel: 040/ 284 99 18-0
E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Internet: www.sucht-hamburg.de 
V.i.S.d.P.: Christiane Lieb

Online-Datenbank des Bundesmodellprojektes aktionberatung "Geistige Behinderung und problematischer Substanzkonsum" mit Materialien, Medien, Techniken, Beratungshandbüchern, Einrichtungen uvm. für die Arbeit mit Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und Suchtproblemen.

Neue Empfehlungen für die Praxis suchtpräventiver Fach- und Leitungskräfte sowie von Entscheidungsverantwortlichen

Bereits im Jahr 2014 wurde als Ergebnis einer vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Klausurwoche von Expert*innen das „Kölner Memorandum zur Evidenzbasierung in der Suchtprävention“ veröffentlicht. Davor und danach gab es vielfältige, teils kontroverse Diskussionen über Möglichkeiten und Grenzen einer evidenzbasierten suchtpräventiven Praxis in der in Deutschland.

Gefördert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wurden vor kurzem in einem Forschungsprojekt des Deutschen Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP) der Katholischen Hochschule (KatHo) NRW, Abt. Köln, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung Hamburg (ISD) Empfehlungen für die erfolgreiche Gestaltung nachhaltig wirksamer Suchtprävention erarbeitet. Diese Empfehlungen sollen und können das Kölner Memorandum 2014 nicht ersetzen, sondern als praxisorientierte Handlungsanleitungen helfen, die Qualität der Suchtprävention zu sichern und eine evidenzbasierte Suchtprävention in Deutschland zu etablieren.

Die Empfehlungen sind unter enger Einbeziehung von Fach- und Leitungskräften aus der suchtpräventiven Praxis entstanden. Aufgrund des unterschiedlichen Perspektiv- und Anwendungsspielraums wurden Empfehlungen sowohl für Fach-/Leitungskräfte in der praktischen Arbeit der Suchtprävention als auch für Entscheidungsverantwortliche in Leitungspositionen von Trägern und Verbänden, in der Politik usw. entwickelt. (Quelle: Pressemitteilung 15.9.20 von Prof. Dr. Dipl.-Psych. Tanja Hoff, KatHO NRW, und Dipl.-Psych. Hermann Schlömer, ISD Hamburg)

Die Empfehlungen stehen u.a. unter www.isd-hamburg.de/evidenzbasierte-suchtpraevention zum Download zur Verfügung.