„Wie lassen sich Sprachbarrieren in der Suchtberatung/ -therapie reduzieren?“ 27. Juni 2017

Immer häufiger suchen KlientInnen Hilfe in der Suchtberatung, die die deutsche Sprache nicht sprechen oder verstehen. Vor diesem Hintergrund werden seit kurzem sogenannte SprachmittlerInnen zur Unterstützung der Beratungsgespräche eingesetzt. Die Arbeit mit Sprachmittlern im professionellen Beratungskontext ist eine hohe Anforderung an die Fachkräfte und die Hilfesuchenden.

Im Rahmen des Workshops haben die Teilnehmenden (Akteure aus der Hamburger Suchthilfe) gemeinsam mit DolmetscherInnen sowie SprachmittlerInnen diskutiert und Standards zur  Vorbereitung von übersetzungsunterstützten Beratungsgesprächen, das Anlegen eines „Glossars mit den wichtigsten und gebräuchlichsten Begriffen in Beratungsgesprächen, die optimalen Sitzpositionen (professionelle/r Berater/in – Sprachmittler/in – Klient/in) erarbeitet.

Darüber hinaus wurden Angebote von Hamburger Koordinierungsprojekten für SprachmittlerInnen vorgestellt. Eine Kontaktliste der „Sprachmittlerprojekte in Hamburg“ mit weiteren Ergänzungen können hier heruntergeladen werden.

Die Teilnehmenden regten zum Abschluss des Praxisworkshops an, weitere vertiefende Veranstaltungen zu diesem Thema anzubieten. Dies spricht dafür, dass der Einsatz von SprachmittlerInnen in Beratungsgesprächen gestiegen ist und Standards zur Umsetzung vereinbart werden sollten.

Bedeutsam sind vor allem die Vorbereitung und klaren Absprachen zwischen professioneller Beratung und den SprachmittlerInnen vor und während der Beratungsgespräche. Hierzu stehen  Materialien und Praxishilfen aus anderen Berufsfeldern zur Verfügung, die jedoch in die Suchthilfe übertragbar sind, wie zum Beispiel:

Der mehrsprachige Informationsflyer über die Informationsveranstaltungen zu Suchtfragen und Suchtprävention von und für Menschen mit Migrationshintergrund, die im Rahmen des Projektes Herkunft - Ankunft -Zukunft durchgeführt werden, ist ab sofort wieder lieferbar. Der mehrsprachige Flyer ist beinhaltet alle wichtigen Informationen neben Deutsch, Russisch,Farsi, Englisch, Französisch, Türkisch, Polnisch, Spanisch, nun auch in Arabisch.

Der Flyer kann in unserem Shop kostenfrei bestellt oder heruntgeladen werden.

 

Die aktuellen Ergebnisse des Epidemiologischen Suchtsurvey (ESA) des Instituts für Therapieforschung (IFT) liegen vor. Die Studie enthält ebenfalls eine Sonderauswertung der Konsumverhaltensweisen der Erwachsenenbevölkerung in Hamburg. Eine Übersicht über die ersten Ergebnisse für Hamburg finden Sie hier.

Den ausführlichen Bericht des IFT finden Sie ↗ hier auf der zugehörigen Webseite.

Neue Kurzinformation für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Jugendhilfe zum Umgang mit drogenkonsumierenden Jugendlichen.

In dem kurzen Ratgeber werden Konsummotive, besondere Risikogruppen, Interventionsanlässe, Rechtsgrundlagen wie auch die persönliche Haltung bzw. der KollegInnen angesprochen sowie wichtige Adressen in Hamburg zur Verfügung gestellt.

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Kurzinfo Jugendhilfe Jugendliche Drogen

Neuer Elternratgeber Glücksspiel und Jugendliche

Aktuelle Studien von SUCHT.HAMBURG und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigen, dass der erste Kontakt mit Glücksspielen häufig bereits im Kindes- und Jugendalter stattfindet. So haben laut der aktuellen SCHULBUS-Studie von SUCHT.HAMBURG sechs von zehn Hamburger Jugendlichen schon einmal um Geld gespielt. Dabei ist Minderjährigen der Zugang zu Glücksspielen gesetzlich verboten. Mit unserem neuen Informationsmaterial wollen wir auf die besonderen Risiken hinweisen und insbesondere Eltern informieren.

Alles Wichtige zum Thema Glücksspiele finden Sie auf unserem Informationsangebot
www.automatisch-verloren.de

Elternratgeber GS