Liebe*r Leser*in,
in den vergangenen Monaten haben wir intensiv daran gearbeitet, unsere digitalen Angebote für Hamburg zu modernisieren – nun sind die Ergebnisse sichtbar. Die Portale suchtberatung-hamburg.de, lina-net.de, suchtpraevention-fortbildung.de und fruehehilfen-hamburg.de präsentieren sich ab sofort in einem vollständig überarbeiteten und zeitgemäßen Erscheinungsbild.
Kürzlich veröffentlicht wurden die Ergebnisse des Glücksspielsurvey 2025, die zeigen, dass die Akzeptanz für Jugend- und Spieler*innenschutzmaßnahmen in der Bevölkerung deutlich gestiegen ist. Im Weiteren finden Sie in unserer Frühjahrsausgabe von Mittelpunkt viele weitere Informationen zu aktuellen Entwicklungen in der Suchthilfe und Suchtprävention in Hamburg und darüber hinaus.
Herzliche Grüße
Christiane Lieb
Geschäftsführerin SUCHT.HAMBURG
Vier Serviceportale von SUCHT.HAMBURG im neuen Design
Die digitalen Fach- und Informationsportale von SUCHT.HAMBURG wurden grundlegend überarbeitet und stehen seit Kurzem in neuer, moderner Struktur zur Verfügung. Mit dem Relaunch von suchtberatung-hamburg.de, lina-net.de, suchtpraevention-fortbildung.de und fruehehilfen-hamburg.de wurden zentrale Angebote für Beratung, Prävention und frühzeitige Unterstützung technisch wie inhaltlich weiterentwickelt, unter anderem wurden die Angebote drogenberatung-hamburg.de und kursbuch-sucht.de zu einem Portal zusammengeführt.
Für Fachkräfte aus Suchtberatung, Gesundheitswesen, Jugendhilfe und angrenzenden Arbeitsfeldern bietet die Neugestaltung deutliche Mehrwerte: Einfache Navigation erleichtert den schnellen Zugriff auf relevante Informationen und Angebotsübersichten. Erweiterte Filterfunktionen ermöglichen dennoch sehr gezielte Suchen nach Angebotsart, zusätzlichen Sprachen oder Bezirken. Die grundlegend aktualisierte Datenbankstruktur sorgt für verlässliche, systematisch gepflegte Inhalte und eine barrierearme Gestaltung verbessert die Zugänglichkeit für alle Nutzer*innengruppen und unterstützt eine inklusive Beratungspraxis.
Der Relaunch war notwendig geworden, um technische Standards zu aktualisieren, das Nutzungserlebnis zu verbessern und gleichzeitig die Datenpflege effizienter zu gestalten. Die neuen Strukturen tragen dazu bei, Ratsuchende schneller an geeignete Stellen zu vermitteln und die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu erleichtern.
Die Portale im Überblick:
Danke für die finanzielle Förderung des Relaunchs an die Sozialbehörde Hamburg.
Glücksspielsurvey 2025 – Aktuelle Daten zum Spielverhalten in Deutschland
Der kürzlich veröffentlichte Glücksspielsurvey 2025 liefert einen aktuellen und umfassenden Überblick über die Verbreitung von Glücksspielen in Deutschland und über damit verbundene Risiken. Grundlage ist eine repräsentative Befragung von mehr als 12.000 Personen im Alter von 16 bis 70 Jahren.
Die Ergebnisse zeigen: Rund 36 Prozent der Bevölkerung haben sich innerhalb der letzten zwölf Monate an mindestens einem Glücksspiel beteiligt. Besonders bedeutsam ist der unverändert hohe Anteil problematischer Verläufe: 2,2 % der 18- bis 70-Jährigen erfüllen die DSM 5 Kriterien einer Störung durch Glücksspielen, was weiterhin mehr als 1,3 Millionen Betroffene bedeutet. Hinzu kommen knapp sechs Prozent mit riskantem Spielverhalten. Besonders bei bestimmten Spielformen (insbesondere Automatenspielen und Sportwetten) sind die Anteile entsprechender Auffälligkeiten deutlich erhöht.
Die Studie verweist erneut auf die Relevanz kognitiver Verzerrungen: Viele Spielende überschätzen sowohl ihre Einflussmöglichkeiten als auch die Gewinnwahrscheinlichkeiten. Diese Befunde unterstreichen die therapeutische Notwendigkeit, irrationale Überzeugungen systematisch zu bearbeiten – etwa in kognitiv-verhaltenstherapeutischen Ansätzen, Rückfallpräventionsprogrammen oder psychoedukativen Gruppen.
Erfreulich zu bewerten ist die zunehmende Akzeptanz zentraler Spieler*innen- und Jugendschutzmaßnahmen wie Aufklärungsmaterialien, Spieler*innensperrsysteme, Werbeeinschränkungen und Jugendschutzregelungen. Diese wachsende Zustimmung in der Bevölkerung stärkt die Praxis der Prävention und unterstützt politische Forderungen nach klaren, konsequenten Regulierungen. Darüber hinaus weisen die Studienautor*innen darauf hin, dass besonders risikoreiche Segmente auch künftig restriktiv reguliert werden sollten. Den vollständigen Bericht finden Sie hier. Quelle: Pressemitteilung des Instituts für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD).
Weitere Neuigkeiten und Materialien
Epidemiologischer Suchtsurvey – Kurzberichte veröffentlicht
Das Institut für Therapieforschung hat auf der zugehörigen Webseite vor kurzem die Kurzberichte zum Konsum von Tabak und E-Produkten, Alkohol, Medikamente sowie illegale Drogen und Cannabis aus dem Jahr 2024 veröffentlicht. Die vier Berichte liegen jeweils als Querschnitts- und Trendanalyse vor. Mehr Informationen und Download
Aktion rauchfrei im Mai – Anmeldungen ab jetzt
Der bundesweite Mitmachmonat „rauchfrei im Mai“ lädt dazu ein, gemeinsam einen Rauchstopp zu wagen. Ziel der Aktion ist es, vom 1. bis 31. Mai rauchfrei zu bleiben und damit einen wichtigen Schritt in Richtung eines dauerhaft rauchfreien Lebens zu machen. Anmelden kann man sich bis zum 30. April, die Teilnahme ist kostenlos. Wer dabei ist, erhält während der Aktion regelmäßig motivierende Nachrichten und praktische Tipps, die im Alltag beim Rauchstopp unterstützen. Schon in den Wochen vor dem Start gibt es hilfreiche Hinweise zur Vorbereitung. Nach dem Aktionsmonat werden die Teilnehmenden gebeten, ihren Rauchstatus zu melden – unter allen erfolgreichen Teilnehmenden werden Geldpreise von bis zu 1.000 Euro verlost. www.rauchfrei-im-mai.de
Neue S3-Leitlinie zur Behandlung Cannabisbezogener Störungen
Neu erschienen ist eine S3-Leitlinie zur Behandlung von Cannabisbezogenen Störungen. Die Leitlinie bündelt evidenzbasierte Empfehlungen für Diagnostik, Therapie und Versorgung von Jugendlichen und Erwachsenen mit cannabisbezogenen Störungen, darunter Missbrauch, Abhängigkeit und Entzugssyndrome. Quelle und weitere Informationen: Deutsches Ärzteblatt
REITOX-Jahresbericht 2025
Im Februar wurde REITOX-Jahresbericht 2025 der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) veröffentlicht. In dem Bericht wird die aktuelle Situation illegaler Drogen in Deutschland beleuchtet. Demzufolge haben zuletzt 3,7 % der Erwachsenen innerhalb des vergangenen Jahres illegale Drogen konsumiert. Im Gegensatz zu dieser relativen Stabilität des Konsums in der Allgemeinbevölkerung zeigt sich an den Drogentodesfällen ein Trend zum komplexen, hochriskanten Mischkonsum. Quelle und ausführliche Ergebnisse: Deutsche Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht unter www.dbdd.de
Neue App „Trinktagebuch“ der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS)
Die DHS hat das Trinktagebuch als App neu aufgelegt. Die App unterstützt dabei, den eigenen Alkoholkonsum zu beobachten, zu reflektieren und, wenn gewünscht, zu verändern. Die Nutzung ist anonym, kostenfrei und datensicher. Durch regelmäßige Einträge erkennen Nutzende, wann und in welchen Situationen, sozialen Kontexten und Stimmungen sie Alkohol trinken und ob sie ihre individuell festgelegten Ziele einhalten. Mehr Informationen
Veröffentlichungen und Neuigkeiten von SUCHT.HAMBURG
Elternratgeber Jugendliche und Glücksspiel
Ab sofort ist unser grundlegend überarbeiteter Elternratgeber „Jugendliche und Glücksspiel. Was Eltern wissen sollten - und was sie tun können“ erhältlich. Er kann in unserem Online-Shop heruntergeladen oder als Printversion bestellt werden. https://sucht-hamburg.de/shop
Sorgen wegen Alkohol? Veröffentlichung der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. (HAG) in Kooperation mit SUCHT.HAMBURG
Ab sofort ist das Info-Plakat „Sorgen wegen Alkohol? Dann hol dir Unterstützung.“ in einfacher Sprache im A3-Format erhältlich. Das Plakat beantwortet kurz und verständlich zentrale Fragen: Welche Risiken hat Alkohol? Wann ist es sinnvoll, Hilfe zu suchen? Und wo gibt es Unterstützung in Hamburg?
Danke an die HAG für die tolle Initiative. Ein besonderer Dank gilt zudem den Menschen mit Lernschwierigkeiten, die im Rahmen einer Feedbackrunde wertvolle Impulse und Ideen gegeben haben. Das Info-Plakat steht ab sofort kostenfrei in unserem Online-Shop zum Download zur Verfügung.
Übersicht zur muttersprachigen Beratung im Suchthilfesystem
Jährlich im März werden die Informationen für Fachkräfte des Suchtkrankenhilfesystems in Hamburg über die „Angebote in Fremd- und Muttersprachen der Suchtprävention und Suchthilfe Hamburg“ sowie über die „Muttersprachige Selbsthilfegruppen in Hamburg“ aktualisiert. Diese Informationen richten sich vor allem an Fachpersonen (Suchtberater*innen, Sozialarbeiter*innen usw.) für die direkte und schnelle Vernetzung und Kooperation im Einzelfall. Hierfür bietet das Hamburger Suchthilfesystem eine Vielfalt an (Mutter-) Sprachen und die deutsche Gebärdensprache an. Die Informationen können unter www.sucht-hamburg.de/information/publikationen heruntergeladen werden.
Mediencoach: Kostenfreie Fortbildungen für medienpädagogische Praxis im April und Juni
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sicher im digitalen Raum begleiten – dabei unterstützt Mediencoach mit einer kostenfreien Train-the-Trainer-Fortbildung. Das Angebot richtet sich an Fachkräfte, die ohne langwierige Fortbildungen praxisnahe medienpädagogische Projekte in ihrer Einrichtung anbieten möchten.
Die Fortbildung besteht aus zwei kompakten Basismodulen zu Themen wie exzessive Mediennutzung, erfolgreiche Kommunikation und medienpädagogische Grundlagen. Ein begleitendes Netzwerk bietet im Anschluss den Raum für fachlichen Austausch und Unterstützung bei der Umsetzung.
Termine (online):
Modul 1: Di, 21.04.2026 | 15:00–18:30 Uhr
Modul 2: Di, 28.04.2026 | 15:00–17:30 Uhr
Modul 1: Do, 11.06.2026 | 10:00–13:30 Uhr
Modul 2: Do, 18.06.2026 | 10:00–12:30 Uhr
Weitere Informationen und Anmeldung
Lina-Jahrestreffen 2026
Das lina‑Jahrestreffen 2026 widmet sich dem Schwerpunkt Elternschaft und Drogenkonsum und stellt die Arbeit der IGLU‑Beratungsstelle von Palette gGmbH vor. Das sozialpädagogische Team von IGLU begleitet Familien, in denen mindestens ein Elternteil Drogen konsumiert – mit dem Leitgedanken, dass Eltern mit Drogenproblemen gute Eltern sein können. Die Angebote richten sich an die gesamte Familie und umfassen die Unterstützung werdender Eltern, Beratungen für Mütter, Väter, Kinder, Jugendliche und Angehörige sowie Hilfen für Pflegeeltern. Ergänzend bietet IGLU Einzel‑ und Paarberatung sowie Begleitung zu wichtigen Terminen an. Beim Jahrestreffen werden die Arbeitsweise und Schwerpunkte der Beratungsstelle vorgestellt, begleitet von einem fachlichen Austausch der anwesenden lina‑Partner*innen. Die Online‑Anmeldung ist bis zum 16. Juni möglich.
Ausgewählte Fortbildungsangebote in Hamburg
Grundlagen der Suchtprävention II – Aufbauseminar am 14. April Mehr Informationen und Anmeldung
Wie geht's? Psychische Störungen im Unterricht verstehen lernen - Unterrichtsmaterial aus MindMatters am 23. April Mehr Informationen und Anmeldung
Alkohol- und Drogenkonsum in der Schwangerschaft am 21. Mai Mehr Informationen und Anmeldung
Motivierende Gesprächstechniken – Theoretische Grundlagen und praktischer Einsatz bei Jugendlichen am 28. Mai Mehr Informationen und Anmeldung
Eltern-MOVE - Motivierende Gesprächsführung mit Eltern am 8., 9. und 25. Juni Mehr Informationen und Anmeldung
Level, Loot, Lotterie? - Glücksspielmechanismen in Games am 10. Juni Mehr Informationen und Anmeldung
Cannabis, ein Thema jugendlicher Mädchen*? – Information – Beratung – Prävention am 25 Juni Mehr Informationen und Anmeldung
Viele weitere aktuelle Fortbildungsangebote in Hamburg finden Sie unter Fortbildung | Suchtprävention | Hamburg
Termine
30. Suchttherapietage Hamburg "Erfahrung trifft Aufbruch - Impulse für eine zukunftsfähige Suchthilfe?" vom 11. bis 13. Mai Mehr Informationen
10. bundesweite Aktionswoche Alkohol „Entdecke wie viel mehr in dir steckt – mit weniger oder ganz ohne Alkohol" vom 13. bis 21. Juni statt. Mehr Informationen
Fachtagung des Deutschen Zentrums für Suchtfragen im Kindes- und Jugendalter (DZSKJ) „Sucht 2.0 - Kinder und Jugendliche im digitalen Zeitalter“ am 15. Juni Mehr Informationen
37. Kongress des FVS+ „Zwischen Tradition und Innovation – 50 Jahre Fachverband Sucht+“ 17. – 19. Juni 2026 Mehr Informationen
Gremien von SUCHT.HAMBURG
AK Kinder von suchtbelasteten Eltern 30. März
AK Sucht.Jugend 15. April
AK Vielfalt 23. April
AK Enter 7. Mai
Die Termine unserer Gremien finden Sie stets aktuell auch unter www.sucht-hamburg.de/information/termine
SUCHT.HAMBURG
Information.Prävention.
Baumeisterstr. 2
20099 Hamburg
Fon: 040 284 99 18-0
service@sucht-hamburg.de
www.sucht-hamburg.de
Ansprechpartnerin
Christiane Lieb
(Geschäftsführerin)
Information.Prävention.Hilfe.Netzwerk.
Baumeisterstr. 2
20099 Hamburg
Fon: 040 284 99 18-0
service@sucht-hamburg.de
www.sucht-hamburg.de
Montag 10.00 – 16.00 Uhr
Dienstag 10.00 – 16.00 Uhr
Mittwoch 10.00 – 16.00 Uhr
Donnerstag 10.00 – 16.00 Uhr
Freitag nach Vereinbarung